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Die Schaffung finanzieller Werte ist heute nicht mehr das einzige zentrale Ziel vieler Organisationen. Zunehmend gewinnt die Berücksichtigung von Themen wie Corporate Social Responsibility (CSR) in Projekten an Bedeutung. Um Projektteams bei dieser Herausforderung zu unterstützen, hat unser Cegos-Kollege aus Paris, Emmanuel Chenevier, ein hilfreiches Analyse-Tool entwickelt: das Project Value Chain Canvas. Wir erklären, wie es funktioniert.
Die Integration von CSR in Projekte ist heute ein zentrales Anliegen vieler Organisationen. Typische Projektmanagement-Dokumente wie der Projektsteckbrief – auch Projektauftrag oder Project Charter genannt – bilden CSR-relevante Fragestellungen in der Regel nicht systematisch ab. Aus diesem Grund hat Emmanuel das Project Value Chain Canvas entwickelt.
Mit diesem Modell werden die internen und externen Stakeholder eines Projekts sichtbar. Gleichzeitig lässt sich klar darstellen, wie Projekte finanzielle und nicht-finanzielle Werte für diese Stakeholder schaffen und beeinflussen.
Die Projektinitiierung markiert den Beginn eines jeden Projektes und ist eine entscheidende Phase für dessen weiteren Verlauf. In dieser Phase werden zentrale Eckpunkte und Rahmenbedingungen für den weiteren Projektverlauf festgelegt, wie etwa:
Deshalb sollte das Thema CSR bereits in der Projektinitiierung systematisch berücksichtigt werden.
Die Projektinitiierung wird in der Regel durch einen Projektsteckbrief formalisiert. Er dient Entscheider:innen als Entscheidungsgrundlage für die Freigabe oder Nicht-Umsetzung eines Projekts.
Das Project Value Chain Canvas ist eine Weiterentwicklung des klassischen Projektsteckbriefs und stellt die Wertschöpfung eines Projekts für alle Stakeholder in den Mittelpunkt. Dadurch lässt sich eine systematische und transparente Analyse der CSR-relevanten Auswirkungen eines Projekts einfach und transparent integrieren.
Entscheider:innen können ihre Start- oder Abbruchentscheidung dadurch auf eine fundierte Grundlage stellen. Gleichzeitig rückt das Project Value Chain Canvas CSR stärker in den Fokus der Projektarbeit einer Organisation.

Das Project Value Chain Canvas wird von links nach rechts gelesen. Auf der linken Seite befinden sich die Stakeholder des Projekts – sowohl interne als auch externe – sowie der Kontext, in dem das Projekt initiiert wird. Zudem werden hier zentrale Herausforderungen und übergeordnete Ziele beschrieben, die sich aus den Erwartungen der Stakeholder ergeben.
Auf der rechten Seite wird die Wertschöpfung des Projekts dargestellt – sowohl in finanzieller als auch in nicht-finanzieller Hinsicht (ökologische oder gesellschaftliche Werte). Dieser Bereich ist in klassischen Projektmanagementmodellen meist nicht explizit vorgesehen und ermöglicht die Integration der CSR-Dimension in jedes Projekt.
Im Zentrum des Modells stehen die Kernelemente der Zieldefinition eines Projekts:
All diese Informationen sind klassische Bestandteile eines Projektsteckbriefs.
Zusätzlich wurde ein weiteres Element ergänzt: die Umsetzungsstrategie des Projekts. Viele Projekte werden heute mit einer Kombination aus klassischen (Wasserfall-) und agilen Methoden umgesetzt. Ziel dieses Elementes ist es, frühzeitig über den passenden Entwicklungsansatz oder eine geeignete Methodenkombination nachzudenken.
Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, die einzelnen Bereiche des Project Value Chain Canvas gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern auszufüllen.
Diese Fragen dienen als Leitfaden für die Analyse. Wenn Sie unsicher sind, welchem Bereich eine Information zuzuordnen ist, gilt: Entscheidend ist nicht der genaue Platz, sondern die Relevanz der Information – und dass keine wichtigen Aspekte übersehen werden.
Der Projektsteckbrief ist ein Instrument zur systemischen Analyse eines Projekts. Durch die frühzeitige Integration von CSR-Aspekten bereits in der konzeptionellen Phase trägt dieser wesentlich dazu bei, Organisationen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Transformation zu unterstützen. Die frühzeitige Integration von CSR-Aspekten in der konzeptionellen Phase trägt wesentlich dazu bei, Organisationen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Transformation zu unterstützen.
Dieser Blogbeitrag wurde auf Grundlage eines Blogartikels der Cegos Group übersetzt und adaptiert. Den Originalbeitrag finden Sie hier:
https://www.cegos.fr/ressources/mag/projet/relations-avec-les-parties-prenantes/comment-integrer-la-rse-dans-ses-projets
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