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Laut unseres Cegos Barometers „First-time managers“ haben vier von zehn französischen Personalverantwortlichen Schwierigkeiten, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für eine erste Führungsposition zu finden. Dabei bringt dieser berufliche Schritt in Richtung mehr Verantwortung spannende Herausforderungen und Ziele mit sich.
Ist der Aufstieg in die Managementebene automatisch eine Karriereentwicklung? Nicht mehr unbedingt. „In unserer letzten Umfrage gaben 42 % der Personalverantwortlichen an, dass sie Schwierigkeiten haben, Personen zu finden oder einzustellen, die zum ersten Mal eine Führungsposition übernehmen“, stellt Laurence Ballereaud, Leiterin für maßgeschneiderte Schulungsprojekte bei Cegos, fest.
Tatsächlich ist diese Herausforderung alles andere als trivial. „Teammanager:in zu werden bedeutet, Veränderungen zu ermöglichen“, bemerkt Bertrand Déroulède, Projektleiter für Management und Schulungen bei Cegos. „Aber es isteine echte persönliche Herausforderung, alles umzusetzen oder zu lernen, was damit verbunden ist.“
Unsere Expertinnen und Experten sind sich einig, dass eine Entwicklung zur Führungskraft zahlreiche Motivationen und Vorteile mit sich bringt.
Dennoch sollte die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen werden. Manager:in zu werden bedeutet, über neue Dimensionen der Arbeit nachzudenken.
All diese Elemente dienen als Grundlage für Überlegungen sowie für die Weiterentwicklung der Position. Zu den Fragen, die man sich stellen sollte, gehören: Was sind die festgelegten Ziele, der Umfang der Aufgaben, der mögliche Spielraum, gibt es viel Freiraum oder nicht?
Interessierte können sich auch mit möglichen Misserfolgen ihrer Vorgänger:innen und den Gründen dafür auseinandersetzen. „Die Rolle einer Führungskraft kann viele interessante Vorteile mit sich bringen“, versichert Bertrand Déroulède. „Um sich entfalten und erfolgreich sein zu können, hängt all dies natürlich vom Umfeld und dem Bereich ab, in dem man tätig ist.“
Kann jede:r Manager:in werden? Unsere Expertin und unser Experte sind sich einig, dass mehrere Eigenschaften und Kompetenzen unerlässlich sind, um sich zu einerguten Führungskraft zu entwickeln.
„Über die operativen Kompetenzen hinaus sind bestimmte menschliche Qualitäten erforderlich, denn man muss das gesamte Team mitnehmen“, bemerkt Laurence Ballereaud. Dazu gehört eine gewisse Vorbildfunktion. Das bedeutet nicht, perfekt zu sein. Manchmal gehört dazu auch die Fähigkeit, Verletzlichkeit und Bescheidenheit zu zeigen.
„Achten Sie auf das allgemeine Tempo und die Atmosphäre, die Sie schaffen“, fügt Bertrand Déroulède hinzu. Dazu gehören Soft Skills, denn vor allem Manager:innen geben den Ton an. Sie können als gutes Beispiel vorangehen. Das setzt beispielsweise die Fähigkeit zum aktiven Zuhören und die Aufmerksamkeit für das Wohlbefinden und Wohlwollen voraus, was allen Mitarbeitenden zugute kommt.
„Eine gute Führungskraft benötigt organisatorische Fähigkeiten, da sie sich nicht mehr nur sich selbst, sondern auch andere leitet“, ergänzt unser Experte. „Ein:e Manager:in kann ein partizipatives Management unterstützen. Er oder sie muss auch zwischen den eigenen Vorgesetzten und seinen bzw. ihren Mitarbeitenden navigieren: Die Führungskraft fungiert sowohl als Botschafter:in des Teams gegenüber der Geschäftsleitung fungieren als auch in der Lage sein, die Richtung vorzugeben und Mitarbeiter:innen zurechtzuweisen.“
Letztendlich bedeutet die Entscheidung, Manager:in zu werden, auch, dass man sich der Entwicklung verschiedener Eigenschaften und Kompetenzen verschreibt. „Man muss inspirierend sein“, fasst Laurence Ballereaud zusammen. Das Faszinierende an Führungsqualitäten ist, dass sie eine eminent gesellschaftliche Dimension haben. In den 1980er Jahren wurde ein:e Leader:in als Superheld:in mit natürlichem Charisma angesehen. Heute sucht man eher eine:n Manager-Coach:in, eine:n „Servant-Leader:in“. So können sie den Schulungsbedarf ermitteln oder Projekte vergeben, die den Kompetenzaufbau fördern
Welche Überzeugungsarbeit ist für neue Führungskräfte notwendig? Die Frage „Haben Sie die Initiative ergriffen, um Ihre Führungsposition anzutreten?” bejahen laut unserem Cegos Baromteter 78 % der First-time-Manager:innen. „In einem Kontext, in dem manchmal von einer Abkehr vom Manager:innenberuf die Rede ist, ist dies eine wichtige Frage“, betont Bertrand Déroulède. „In jedem Unternehmen ist es wichtig, zu zeigen, was man tut, und sich zu trauen, dies auch zu kommunizieren.“ Mit anderen Worten: Man muss über seine Erfolge und Initiativen sprechen können, aber auch über sein Potenzial und seine Motivation, eine gutee Führungskraft zu werden.
„Man muss zeigen, dass man davon überzeugt ist, ein Team leiten zu können, das sehr leistungsfähig sein könnte“, schließt Laurence Ballereaud. „Man muss kommunizieren, dass man die notwendigen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen schaffen kann, damit das Team leistungsfähig ist. Und dazu gehört auch, die Sprache des Unternehmens und der Personalabteilung zu sprechen.” Unsere Expertin fordert auch diejenigen, die noch nie solche Funktionen ausgeübt haben, insbesondere Frauen, dazu auf, sich nicht zurückzuhalten. „Auch wenn man noch nie Manager:in war, kann man Fähigkeiten und Lebenserfahrungen hervorheben, die dem Management dienlich sein können: zum Beispiel Teamleiter:in in einem Sport gewesen zu sein oder Vereine gegründet zu haben. Man sollte alles hervorheben, was man in der Gemeinschaft geleistet hat.”

Unsere internationale Barometer-Studie zeigt anhand von über 4000 neuen Führungskräften und 400 HR-/L&D-Entscheider:innen, welche Anforderungen, Herausforderungen und Erwartungen die erste Führungsrolle prägen.
Dieser Blogbeitrag wurde auf Grundlage eines Blogartikels der Cegos Group übersetzt und adaptiert. Den Originalbeitrag finden Sie hier:https://www.cegos.fr/ressources/mag/management/pourquoi-devenir-manager
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