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Wer sich 2026 mit Azure-Zertifizierungen beschäftigt, steht vor einer echten Herausforderung. Einerseits existieren bekannte und etablierte Prüfungen wie AZ-104 oder AZ-305. Andererseits kündigt Microsoft gleichzeitig mehrere Retirements an und bringt neue Zertifizierungen rund um AI, Agenten, MLOps und Cloud Security in Stellung.
Genau diese Übergangsphase sorgt für Unsicherheit. Die zentrale Frage lautet nicht mehr nur, welche Zertifizierung aktuell existiert, sondern welche davon auch in Zukunft noch relevant für die eigene Rolle ist. Wer hier falsch investiert, verliert Zeit und baut Know-how auf, das möglicherweise schneller an Bedeutung verliert als erwartet.
Microsoft hat für 2026 mehrere Azure- und AI-Zertifizierungen offiziell zur Einstellung angekündigt. Dazu gehören unter anderem DP-100, AI-102, AI-900, AZ-204, AZ-500 sowie AZ-800 und AZ-801.
Wichtig ist dabei die richtige Einordnung. Ein Retirement bedeutet nicht, dass eine Zertifizierung heute wertlos ist. Wer beispielsweise kurzfristig einen Nachweis für Azure-Entwicklung benötigt, kann AZ-204 weiterhin sinnvoll einsetzen. Ähnlich verhält es sich bei AZ-500 im Security-Umfeld.
Langfristig zeigt sich jedoch ein klarer Trend. Microsoft verschiebt den Fokus weg von einzelnen, isolierten Rollen hin zu stärker integrierten Profilen, in denen Entwicklung, Betrieb, Sicherheit und AI zusammen gedacht werden.
Die angekündigten und erwarteten Nachfolger wie AI-103, AI-200, AI-300 und SC-500 geben eine klare Richtung vor.
Im Zentrum steht nicht mehr nur das reine Arbeiten mit einzelnen Services, sondern der Aufbau von End-to-End-Kompetenzen.
Das zeigt sich besonders bei AI-300. Während frühere Zertifizierungen wie DP-100 stark auf Modelltraining fokussiert waren, geht es hier um den produktiven Einsatz von AI. Themen wie Deployment, Monitoring, Versionierung und MLOps stehen im Mittelpunkt.
Auch AI-200 und AI-103 verdeutlichen diesen Wandel. Moderne Anwendungen kombinieren heute klassische Cloud-Architekturen mit AI-Komponenten, Event-Driven-Ansätzen und Sicherheitsanforderungen. Genau diese Realität bildet Microsoft zunehmend in den neuen Rollen ab.
Die wichtigste Entscheidung ist nicht die Wahl einer konkreten Prüfung, sondern die klare Einordnung der eigenen Zielrolle
Ein mittelständisches Unternehmen plant die Einführung eines internen AI-Assistenten für den Support. Ziel ist es, Anfragen automatisiert zu beantworten und Wissen aus bestehenden Systemen nutzbar zu machen.
In der Umsetzung zeigt sich schnell, dass dafür mehrere Kompetenzen notwendig sind. Die Plattform muss stabil betrieben werden, Anwendungen müssen integriert werden, und gleichzeitig müssen Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden.
In diesem Szenario ergibt sich eine klare Rollenverteilung. AZ-104 bildet die Grundlage für den Betrieb. AI-200 oder AI-103 decken die Entwicklung der Anwendung ab. Für den produktiven Einsatz und die Skalierung kommt AI-300 ins Spiel. Ergänzend wird Security-Know-how benötigt, das perspektivisch durch SC-500 abgedeckt wird. Genau hier wird sichtbar, warum Microsoft die Zertifizierungsstruktur verändert. Reale Projekte lassen sich nicht mehr in isolierte Rollen aufteilen.
Auch andere Cloud-Anbieter entwickeln ihre Zertifizierungen weiter.
Bei Amazon Web Services liegt der Fokus weiterhin auf klar definierten Rollen wie Architect, Developer und Engineer, wird aber zunehmend um AI-Zertifizierungen erweitert.
Google Cloud setzt traditionell stark auf Daten- und Machine-Learning-Themen und integriert generative AI zunehmend in bestehende Zertifizierungen.
Microsoft positioniert sich 2026 besonders stark im Zusammenspiel von Cloud, Security und AI innerhalb von Unternehmenskontexten. Die Stärke liegt vor allem in der Integration in bestehende IT-Landschaften und Geschäftsprozesse.
Während AWS oft durch seine breite Marktverbreitung überzeugt und Google Cloud durch starke ML-Kompetenzen auffällt, punktet Azure vor allem dort, wo Unternehmen bereits im Microsoft-Ökosystem arbeiten.
Azure ist besonders stark, wenn es um Enterprise-Szenarien geht. Themen wie Identitätsmanagement, Security, Integration und Governance sind eng miteinander verzahnt.
Schwächer ist die Situation aktuell noch in der Klarheit der Zertifizierungslandschaft. Durch die vielen Änderungen und neuen Rollen wirkt das Portfolio kurzfristig unübersichtlicher als bei anderen Anbietern.
Langfristig ist die Richtung jedoch klar. Microsoft baut ein Zertifizierungsmodell auf, das näher an realen Projektanforderungen liegt als viele frühere Ansätze.
Azure-Zertifizierungen im Jahr 2026 befinden sich in einer klaren Übergangsphase. Die angekündigten Retirements sind real und relevant, sollten aber nicht isoliert betrachtet werden.
Entscheidend ist die eigene Zielrolle. Wer sich an zukünftigen Anforderungen orientiert, sollte stärker in Richtung AI, MLOps und Cloud Security denken, statt ausschließlich auf bestehende Zertifizierungen zu setzen.
Gleichzeitig bleiben etablierte Zertifizierungen wie AZ-104 weiterhin eine stabile Grundlage für viele Rollen.
Am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Prüfungen zu absolvieren, sondern gezielt die Kompetenzen aufzubauen, die in der Praxis wirklich benötigt werden.
Wenn Sie das Thema Azure-Zertifizierungen nicht nur einordnen, sondern gezielt für Ihre eigene Rolle nutzen möchten, ist der Aufbau von praktischem Know-how der entscheidende nächste Schritt.
Je nach Zielbild können unterschiedliche Schwerpunkte sinnvoll sein. Für den Einstieg stehen grundlegende Azure-Konzepte im Fokus, während in fortgeschrittenen Rollen Themen wie Architektur, Cloud Security oder der produktive Einsatz von AI und MLOps im Vordergrund stehen.
Eine strukturierte Übersicht zu passenden Lernpfaden und Seminaren finden Sie auf der zentralen Azure-Seite von Cegos Integrata GmbH. Dort sind alle relevanten Trainings zu Azure, AI und Cloud-Technologien gebündelt und nach Rollen sowie Erfahrungslevels gegliedert.
Als Microsoft Solution Partner verfügt Cegos Integrata GmbH zudem über eine enge Anbindung an aktuelle Entwicklungen im Microsoft-Ökosystem. Das ermöglicht es, Inhalte frühzeitig an neue Anforderungen anzupassen, insbesondere in Bereichen wie AI, Cloud Security und modernen Plattformarchitekturen.
So können Sie gezielt die Kompetenzen aufbauen, die in realen Projekten tatsächlich gefragt sind, statt sich ausschließlich an einzelnen Zertifizierungen zu orientieren.
Und genau hier stellt sich am Ende die entscheidende Frage, nicht nur welche Zertifizierung Sie als Nächstes angehen, sondern welche Fähigkeiten Sie in den kommenden Jahren wirklich brauchen.
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